Idee
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Die Kulturwerkstatt wurde initiiert von Johanna Krause M. A. (Kunsthistorikerin, Museumspädagogin) und Judith Siedersberger (Künstlerin, Mediendesignerin) und versteht sich als Modell für interdisziplinäres Lernen.

Soziale und kommunikative Kompetenzen lassen sich nirgendwo sonst so gut üben und vermitteln wie im Bereich der Kultur.
Durch Kooperationen von Schule und Museum wird bei Jugendlichen nachhaltig Interesse und Begeisterung an Kunst, Kultur und Geschichte geweckt und eine dauerhafte Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe und der eigenen Existenz angeregt. Durch die Einbindung von Inhalten aus den Bereichen Geschichte, Politik, Soziologie, Philosophie und Bildende Kunst in spielerisch kreativen Prozessen und multimedialen Techniken, haben die Jugendlichen die Möglichkeit in vielfältiger Weise eigene Erfahrungen zu sammeln und Stärken zu entdecken. Sie werden von reinen Betrachtern und Konsumenten zu selbstständig und eigenverantwortlich handelnden Akteuren. Der erfahrungsvermittelnde Spielraum ist ein an die Realität der Außenwelt rückgekoppeltes Modell und befähigt die Jugendlichen ihre Erkenntnisse durch große Lebensnähe zu sammeln.

Die Zusammenarbeit setzt an der Erfahrungswelt und der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen an. Zum freien und verantwortungsvollen Handeln gehört die Voraussetzung seine eigene innere Welt zu kennen, zu verstehen und zu achten - das heißt zu wissen, woher man kommt, was man will und wie man dies umsetzen möchte.

Die ästhetische Aneignung der Welt durch Kunstrezeption und Kunstproduktion in der Gemeinschaft eröffnet Kindern und Jugendlichen nicht nur Einblicke in die Vielfalt der künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten und die Lust an eigener Erprobung. Sie stärkt auch Schlüsselkompetenzen. Bildungs- und Erlebnisangebote nutzend, erwerben junge Menschen eine Art „Immunabwehr“, etwa gegen kommerzialisierten Alltag, mediale Verflachung und die Vereinnahmung durch menschenverachtende Ideologien. (Zitat aus dem Kulturfahrplan 2006-2015 der Stadt Leipzig)

Kulturpädagogischer Ansatz

Es wird Raum für Bildungsprozesse geschaffen, in dem die Orientierung der Jugendlichen berücksichtigt und gleichzeitig zu Neuerfahrungen angeregt wird. Das ermöglicht den jungen Menschen eine selbstinitiierte Erweiterung ihrer Fähigkeiten und unterstützt ihre Persönlichkeitsbildung.

Durch die interdisziplinäre Arbeitsweise wird die Wahrnehmung sensibilisiert. Die Jugendlichen werden offener für Veränderungen, Vielfalt und Andersartikeit. Sie lernen mit unbekannten Situationen und Aufgabenstellungen umzugehen, werden toleranter und phantasievoller, sich selbst und anderen gegenüber.

Aktive Medienarbeit

Die Komplexität der Einzelprojekte stellt eine hohe Anforderung an die TeilnehmerInnen und fordert Selbständigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Teamfähigkeit sowie ästhetische Wahrnehmungs- und Reaktionsfähigkeit. Für den multimedialen Projektteil nutzen wir die in den Kooperationsschulen vorhandenen Ressourcen (Computerraum, Software, Hardware, digitale Kamera, Scanner, etc.). Dabei ist die Arbeit mit dem Computer Selbstzweck, Mittel des kreativen Ausdrucks oder Werkzeug zur Unterstützung von inhaltlichen Projekten. Der Computer als Ein- und Ausgabegerät bündelt die verschiedenen Medien wie Schrift, Bild und Ton und wird zur Gestaltung und Artikulation eigener Interessen und Bedürfnisse eingesetzt.

Die Projektergebnisse werden gesammelt auf einer Web-site präsentiert und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dadurch wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten ihren Standpunkt nach Außen zu vertreten. Der Schritt vom Privaten in die Öffentlichkeit kann als politischer Akt verstanden werden und unterstützt die Jugendlichen, sich als Teil der Gesellschaft wahrzunehmen.

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Johanna Krause M. A.
Kunsthistorikerin, Museumspädagogin
1961 geboren in Schwabach/Bay.
1978-1982 Ausbildung zur Erzieherin, Hannover
1987-1995 Studium der Kunstgeschichte und Anglistik, Berlin
1992 Geburt der Tochter
1996 Geburt des Sohnes
2004-2006 Zusatzausbildung Kunsttherapie, Nürnberg

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Judith Siedersberger

Künstlerin, Mediendesignerin
1966 geboren in Hengersberg/Niederbayern
1985 - 1988 Ausbildung zur Korbflechterin (Korbfachschule Lichtenfels)

1991 Geburt der Tochter
1995 - 2000 Studium (Textilkunst) an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, Meisterschülerin, Abschluss mit dem Diplom
2000-2001 Weiterbildung zur Mediendesignerin
2007 Lehrauftrag an der Uni Bamberg (Fakultät Kunstpädagogik und -didaktik)

2009 Gründung des KUNSTRAUM bluemerant gemeinsam mit Rosa Brunner (Bildhauerin)
2009-2011 Quartiersmanagerin (Bamberg Mitte)
2011 Dozentin an der Privaten Fachoberschule SeniVita in Ebermannstadt (Fachbereich Gestaltung)

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BÜRGERKULTURPREIS
 

Die Kulturwerkstatt hat für das Projekt "Erika Löbls Tagebuch" einen Anerkennungspreis erhalten!